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Tuesday, 15 January 2008
16. April 2007
Quelle: Sonntagsblick vom 15. April 2007
 
Die Schweiz wird zum Surfparadis
 

Am Vierwaldstättersee in der Sonne sitzen und ohne Stecker und Kabel im Internet surfen: Bereits in 14 Tagen ist es so weit. Die Energie Wasser Luzern AG (EWL) lanciert am 2. Mai das erste WLAN-Stadtnetz der Schweiz. Der grosse Unterschied zu bestehenden Angeboten: Anders als Telekom-Unternehmen, die ihre Netze nicht der Konkurrenz öffnen, will die EWL ihr Angebot für alle Interessenten bereitstellen. Zu Beginn dürften die Dienste kostenpflichtig sein, der Benutzer loggt sich mit seiner Kreditkarte ein. Schon bald aber könnte das Grundangebot, also Mailen und Surfen, gratis werden. Das ist das erklärte Ziel der EWL, die zu 100 Prozent der Stadt Luzern gehört.

 

«Wir suchen nur noch Sponsoren», sagt Stephan Marty (46), Mitglied der EWL-Geschäftsleitung. Er ist unter anderen mit der Luzerner Kantonalbank im Gespräch. Luzern Tourismus zeigt sich ebenfalls interessiert. Auch in anderen Städten wie etwa St. Gallen, Zürich, Basel, Olten SO, Winterthur ZH oder Baden AG gibt es ähnliche Projekte. In Baden wollen die Regionalwerke laut Geschäftsführer Hugo Doessegger (59) «in den nächsten zwei Jahren» ein Stadtnetz aufbauen. Auf der Riederalp VS wurde am Samstag zudem der erste kosten- und drahtlose Internetzugang der Alpen eröffnet. Für einmal sind die Bergler den Städtern dabei einen Schritt voraus: Die Walliser haben mit Microsoft, Intersport und der Bekleidungsfirma Below Zero gleich drei Geldgeber gefunden, die das Projekt finanzieren

 

Beispiel Luzern: Dutzende von Antennen sorgen für eine Verbindung zwischen Laptop und Internet. Die Sender sind auf den Strassenlampen montiert und decken einen Umkreis von jeweils 100 bis 300 Metern ab. Die Antennen leiten die Daten ins Glasfasernetz der Energie Wasser Luzern AG (EWL) und von dort ins World Wide Web. Innerhalb dieses drahtlosen Netzes findet der Benutzer kabellosen Zugang zum Internet. Die Antennen senden und empfangen nur im Freien. In den Häusern gibt es keinen Empfang – und wenig Strahlung. WLANs senden mit einer Leistung von maximal 100 Milliwatt, im Normalfall mit etwa 35 Milliwatt. Das ist etwa ein Zehntel der Sendeleistung eines normalen Handys, wenn damit telefoniert wird.

 

 
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Last Updated ( Monday, 11 February 2008 )
 

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